Electric Locomotives

Little Joe, Klasse EP-4/EF-4: 20 dieser Lokomotiven baute GE nach dem 2. Weltkrieg für die transsibirische Eisenbahn in der Sowjetunion. Der aufkeimende Kalte Krieg verhinderte jedoch die Auslieferung. 1950 kaufte die Milwaukee Road 12 der Loks für eine Million Dollar. 2 Lokomotiven führten ursprünglich Personenzüge, der Rest Güterzüge. Ab 1959 wurden keine Personenzüge mehr mit Elektroloks gefahren. Diese Loks konnten untereinander in Doppeltraktion sowie zusätzlich mit Dieselloks vielfachgesteuert werden. Sie leisteten 5110PS und ihre Höchstgeschwindigkeit betrug 68mph/109km/h. Freight Boxcabs, Klasse EF-2: Zu Beginn der elektrischen Zugförderung kaufte die Milwaukee Road 1916 42 Doppelloks der Klasse EF-1/EP-1. Sie führten alle Züge. Ab 1919 wurden sie nur noch für Güterzüge eingesetzt. Sie konnten auch alleine fahren. Das war aber selten. Steigende Zuglasten bewegten die Milwaukee Road dazu, 3- und später sogar 4-teilige Sets zu bilden. Die Loks waren zwar langsam, aber enorm zugkräftig und robust. Ein 3-teiliges Set leistete 5010PS.
"Quill" Passenger Boxcab, Klasse EP-3: 1919 lieferte Baldwin 10 dieser Loks an die Milwaukee Road. Sie führten Zeit ihres Lebens Personenzüge. Wenn sie liefen, waren sie sehr gute Loks. Aber sie waren strukturell zu schwach konstruiert, was häufiger zu Rahmenbrüchen führte. Ab Anfang der 50er Jahre wurden sie deshalb ausgemustert. Sie leisteten 3396PS und fuhren bis zu 105km/h schnell. "BiPolar", Klasse EP-2: Diese 1919 von GE gelieferten Loks, es waren bloss 5 Stück, waren für den Personenzugverkahr auf der gerade eben elektrifizierten Coast Division vorgesehen. Sie waren eine recht spezielle Konstruktion. Die Rotoren sassen direkt auf der Achse, ein Getriebe war nicht vorhanden. Diese Bauart ist sehr wartungsarm. Um die erforderliche Leistung zu erbringen, waren nicht weniger als 12 Achsen angetrieben. Sie fuhren maximal 113km/h schnell und leisteten 4440PS.